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Der offizielle VPI wiegt zwölf Ausgabenbereiche zu festen Anteilen – vom Durchschnittshaushalt abgeleitet. Wer zur Miete in der Innenstadt wohnt und selten verreist, hat eine andere Teuerung als jemand mit abbezahltem Eigenheim und hohen Reisekosten.
Dieses Tool rechnet bewusst nicht mit der Preisentwicklung der letzten zwölf Monate, sondern mit dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre je Kategorie. So gleichen sich kurzfristige Ausschläge – etwa die Energiekrise 2022 oder Lieferkettenengpässe – besser aus, und das Ergebnis kommt Ihrer tatsächlich spürbaren, langfristigen Kostenentwicklung näher.
Verschieben Sie die Regler so, dass sie ungefähr Ihre eigene Ausgabenstruktur abbilden. Die Summe muss 100 % ergeben – schon eine grobe Schätzung reicht, um zu sehen, in welche Richtung Ihre persönliche Rate von der offiziellen abweicht.
Die Wohnkosten fallen kaum ins Gewicht – das Haus ist bezahlt. Über zehn Jahre betrachtet liegt die persönliche Teuerung trotzdem über dem Durchschnitt, weil Gesundheit, Gaststätten und Verkehr dauerhaft überdurchschnittlich viel vom Budget beanspruchen und dort die Preise strukturell stärker gestiegen sind.
Fast ein Drittel des Budgets fließt in die Miete. Über die letzten zwölf Monate betrachtet wirkte das entlastend – über zehn Jahre kehrt sich das Bild um: Energiepreisschübe und steigende Bestandsmieten lassen die persönliche Rate dieses Haushalts über den Durchschnitt steigen, obwohl eine reine Jahresbetrachtung das Gegenteil nahelegen würde.
